Alb-Gold – schwäbische Nudeltradition mit hohem Anspruch

Das schwäbische Familienunternehmen Alb-Gold im Porträt.

Die dritte Generation im Familienunternehmen Alb-Gold: André und Oliver Freidler.

Das Trochtelfinger Unternehmen Alb-Gold stellt Nudeln her – dabei haben sowohl Tradition als auch Umweltschutz einen hohen Stellenwert. Aus der einstigen Nudelproduktion in Handarbeit ist ein moderner Betrieb entstanden, in dem hochwertige Rohstoffe frisch verarbeitet werden.





Die Nudeln von Alb-Gold waren ursprünglich ein Nebenprodukt

Das schwäbische Familienunternehmen Alb-Gold im Porträt.

Die Qualitätskontrolle bei Alb-Gold erfolgt in Handarbeit.

Als Klaus Freidler 1977 in das Unternehmen seines Vaters einstieg, brachte er eine klar umrissene Geschäftsidee mit ein. Er wollte auf dem 1968 von Franz Freidler im schwäbischen Trochtelfingen gegründeten Geflügelhof auch Nudeln produzieren – aus hochwertigen Rohstoffen und zu umweltfreundlichen Bedingungen. Eine der wichtigsten Zutaten wurden in dem Betrieb schon produziert, die Eier. Zunächst wurden die Nudeln noch in Handarbeit gefertigt. Gerade mal 40 Kilo am Tag, kaum mehr als ein Nebenprodukt. Klaus Freidler ist damit nicht zufrieden. 1982 nimmt er eine vollautomatische Nudellinie in Betrieb, 1986 eine Spätzlelinie. Da die Nachfrage wächst, stellt die Firma ab 1989 komplett auf Nudelproduktion um. Außerdem expandiert Alb-Gold. Erst wird 1993 das ostdeutsche Unternehmen Teigwaren Riesa übernommen, dann 2001 der schwäbische Hersteller Bechtle und 2012 die ebenfalls in Schwaben ansässige Seitz GmbH. Bechtle und Seitz werden als eigenständige Marken weitergeführt.

Eine klare Unternehmensphilosophie

Das schwäbische Familienunternehmen Alb-Gold im Porträt.

Die modernen Produktionsstraßen von Alb-Gold arbeiten mit Computertechnik.

Klaus Freidler hatte 1977 nicht nur eine clevere Geschäftsidee, sondern auch eine klare Unternehmensphilosophie, deren Eckpunkte Qualität, Nachhaltigkeit, Gesundheit und Vertrauen sind. Er baute eine kontinuierlich wachsende Unternehmensgruppe – inzwischen der zweitgrößte Nudelhersteller Deutschlands – auf, ließ dabei aber nicht seine Ideale einer verbraucherorientierten und nachhaltigen Lebensmittelherstellung außer Acht. In den Jahren vor seinem plötzlichen Tod 2010 im Alter von 52 Jahren hatte er sich für Lebensmittel und Landwirtschaft ohne Gentechnik sowie für eine regionale Wertschöpfung bei der Rohstofferzeugung engagiert.

Fortführung der Ideale und Visionen

Für die Familie von Klaus Freidler, seine Frau Irmgard und die Söhne Oliver und André, stand außer Frage, dass das Unternehmen nach den Prinzipien und Idealen des Verstorbenen weitergeführt wird. Irmgard Freidler übernahm die Geschäftsführung. Der zentrale Punkt der Firmenphilosophie – hohe Qualität durch die Verwendung bester natürlicher Rohstoffe ohne Gentechnik – bleibt erhalten. Der gesamte Produktionsprozess bei Alb-Gold ist zertifiziert – nach DIN EN ISO 9001 und dem International Food Standard (IFS Version 5 Higher Level).

Das Kundenzentrum – transparente Produktion und Mehrwert für die Besucher

Das schwäbische Familienunternehmen Alb-Gold im Porträt.

Werk und Kundenzentrum von Alb-Gold in Trochtelfingen.

Um den Verbrauchern den hohen Standard der Lebensmittelproduktion bei Alb-Gold nahezubringen, wurde 2002 das Kundenzentrum eingeweiht. Es vereint mehrere Bereiche, die auf informative und unterhaltsame Weise die Herstellung und viele weitere Themen rund um die Produkte von Alb-Gold vermitteln. Die „Gläserne Produktion“ zeigt im Verlauf einer 60-minütigen Führung alle Produktionsschritte von den Rohstoffen über die Teigmischung und -trocknung bis zu den fertig abgepackten Nudeln.
Im Landmarkt gibt es neben den Alb-Gold-Produkten auch regionale Spezialitäten, Weine sowie andere Lebensmittel für den eigenen Bedarf oder in attraktiven Geschenkvariationen. Für das leibliche Wohl wird im Restaurant Sonne gesorgt, in der Kräuterwelt gibt es viel Wissenswertes zu entdecken.
Im Kochstudio dreht sich alles um die Alb-Gold-Produkte und die gesunde Ernährung. Kochkurse gibt es in verschiedenen Varianten, auch speziell für Kinder. Das Kundenzentrum zieht jedes Jahr mehrere hunderttausend Besucher an.

Bilder: ©ALB-GOLD Teigwaren/Trochtelfingen