Bruns Pflanzen: Grüner Daumen in den Genen

Porträt des Familienunternehmens Bruns Pflanzen

Bruns Pflanzen ist Spezialist für die Aufzucht von Großpflenzen

Die Bruns Pflanzen-Export GmbH & Co. KG zählt zu den größten Baumschulen Europas. Der auf Großpflanzen spezialisierte Betrieb befindet sich seit seiner Gründung im Jahr 1876 in Familienhand. Bruns Pflanzen beschäftigt rund 300 Mitarbeiter und bewirtschaftet eine Anbaufläche von 500 Hektar, auf der mehr als 4.000 Pflanzenarten und -sorten herangezogen werden.

1876, im Alter von gerade mal 23 Jahren, eröffnet der Gärtner Diedrich-Gerhard Bruns im niedersächsischen Ort Bad Zwischenahn einen Gartenbetrieb. Er lenkt die Firma ein knappes Vierteljahrhundert – bis sein im Jahr der Firmengründung geborener Sohn Johann den Betrieb übernimmt.

Professionalisierung nach dem Vorbild Niederlande

Johann Bruns baut die Gärtnerei systematisch zu einer effizienten Baumschule aus. Als Vorbild dienen die professionell geführten Gartenbetriebe im niederländischen Boskoop. Der Ort, dem die Apfelsorte „Schöner aus Boskoop“, kurz Boskoop, seinen Namen verdankt, ist schon damals eines der führenden europäischen Baumschulenzentren.

Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs ist es vorbei mit dem stetigen Wachstum, der Betrieb wird immerhin gerade so aufrechtgehalten. 1928 tritt Johann Bruns‘ ältester Sohn Erich in die Firma ein, ein erster Zweigbetrieb im benachbarten Gristede wird eröffnet.

Porträt des Familienunternehmens Bruns

Die Brüder Wilhelm und Erich Bruns bauen den Familienbetrieb professionell aus

Vater und Sohn gelingt es, das Familienunternehmen geschickt durch die Turbulenzen der Weltwirtschaftskrise zu manövrieren. 1937 steigt auch Wilhelm, der zweite Sohn von Johann Bruns, in den Betrieb ein und baut in der Folge den Vertrieb aus. Er entwickelt das höchst erfolgreiche Konzept, zu den Kunden zu reisen und vor Ort Geschäfte abzuwickeln. Das zahlt sich aus, das Unternehmen beschäftig schon bald während der Pflanzensaison bis zu 100 Angestellte.

Internationalisierung und Aufbau der Rhododendrenzucht

Der Zweite Weltkrieg markiert eine Zäsur, doch bereits ein Jahr nach Kriegsende beginnen Erich und Wilhelm zusammen mit etwa 70 Mitarbeitern mit dem Wiederaufbau. Die Brüder sehen die Zukunft nicht mehr nur in Deutschland, sie setzen auf Export. Gleichzeitig widmen sie sich verstärkt der Rhododendrenzucht und züchten die als Gristeder Neuheiten berühmt gewordenen Sorten heran. Die Brüder legen auf einer Fläche von 25 Hektar den Rhododendrenpark an, in dem sie mehr als 1000 Rhododendren und Freilandazaleen anpflanzen. Der Park dient heute auch als Naherholungsgebiet, lässt sich ganzjährig kostenfrei besichtigen.

Porträt des Familienunternehmens Bruns Pflanzen

Der Familienbetrieb zieht mehr als 1000 Pflanzenarten heran

Großgewächse für ganz Europa

2001, zum 125jährigen Firmenjubiläum, trägt mit Erich Conrad Bruns bereits die fünfte Generation der Familie zum Erfolg der Firma bei. Das operative Geschäft ist in die zwei Bereiche „Pflanzen für den Garten- und Landschaftsbau“ und „Pflanzen für Gartencenter“ unterteilt. Das Unternehmen hat sich auf den Vertrieb von großen Laub- und Nadelgehölzen, Alleebäumen und bis zu 50 Jahre alten Solitärpflanzen spezialisiert, die europaweit exportiert werden und zahlreiche öffentliche Plätze, Landschaftsparks und auch Firmengelände zieren.

Fotos: Bruns Pflanzen-Export GmbH & Co. KG