Otto – Erfolg durch konsequente Kundenorientierung

Die OTTO-Zentrale in Bramfeld

Die OTTO-Zentrale in Bramfeld

646.000 Facebook-Fans und 27.300 Twitter-Follower sind beeindruckende Beweise für das herausragende Gespür für Trends und die große Innovationsfreude der Otto-Group. Sie belegen, dass es dem weltgrößten Versandhändler gelungen ist, sich auch beim Shopping über mobile Internet-Anwendungen als Vorreiter zu etablieren. Die Fähigkeit, künftige Bedürfnisse der Kunden zu antizipieren und in schlagkräftige Geschäftsstrategien umzusetzen, kennzeichnet die einzigartige, nun schon seit 60 Jahren andauernde Erfolgsgeschichte von Otto. Sie ist untrennbar mit ihrem Gründer, dem 2011 im Alter von 102 Jahren verstorbenen Werner Otto, und seinem ältesten Sohn, Dr. Michael Otto, verbunden, der seit 1981 die Geschicke des Weltkonzerns leitet.

Die Anfänge des Versandgeschäfts im Nachkriegsdeutschland

Als Werner Otto im zerbombten Hamburg 1949 einen Prospekt eigenhändig zusammenklebte, in dem er 28 Paar Schuhe präsentiert, erkennt wohl niemand, dass er damit den Grundstein für ein globales Versandhandelsimperium legt. Doch nur zwei Jahre später lässt der Hamburger Kaufmann bereits einen Katalog in einer Auflage von 1.500 Stück drucken und erzielt damit einen Umsatz von einer Million DM. Immer offen für neue Vertriebsformen führt der Otto Versand schon früh die Sammelbestellung ein. Das dynamische Wachstum von Umsatz (1958 mehr als 100 Millionen DM) und Mitarbeitern (rund 1.000) resultiert 1959 im Bau eines Gebäudekomplexes in Hamburg-Bramfeld, der bis heute als Konzernzentrale dient.

Einfallsreich, dynamisch und progressiv – Otto erobert den westdeutschen Markt

Der erste Otto Katalog erscheint 1950 in 300 handgebundenen Exemplaren mit eingeklebten Fotos und mit einer Kordel gebunden. Auf 14 Seiten werden 28 Paar Schuhe präsentiert

Der erste Otto Katalog erscheint 1950 in 300 handgebundenen Exemplaren mit eingeklebten Fotos und mit einer Kordel gebunden. Auf 14 Seiten werden 28 Paar Schuhe präsentiert

Der Versandhandelspionier bietet Kunden schon zu Beginn der Sechzigerjahre die Telefonbestellung an. Genauso trägt die neu gegründete Hanseatic Bank mit ihren günstigen Ratenkrediten dazu bei, die Kauffreude der Kundschaft anzuregen. Die Otto-Group entdeckt auch die Beat-Generation als Kundengruppe und gibt für sie den ersten Spezialkatalog (das Post-Shop-Magazin) heraus, dem viele weitere folgen sollen. 1979 setzt Otto zum ersten Mal mehr als eine Milliarde DM um.

Ostdeutschland oder Europa – Otto kommt überall hervorragend an

In den Achtzigerjahren wagt der Konzern erfolgreich den Sprung ins internationale Geschäft und etabliert sich unter anderem auf dem französischen und italienischen Markt. Die Wiedervereinigung beschert Otto eine jahrelange Hochkonjunktur, schließlich gilt es, die Konsumwünsche der neuen Bürger der Bundesrepublik zu erfüllen. Auch in Ungarn und der Schweiz gewinnt Otto treue Kunden.

Herausforderung Internet – bestens gemeistert

Otto erkennt als einer der ersten Versandhändler, dass die Zukunft der Branche im Online Shopping liegt. Bereits 1997 erscheint der Otto-Katalog vollständig auch im Internet. 2007 führte der Versandhandelsgigant dann den 3D-Otto-Store ein, in dem er über eine halbe Million Artikel präsentiert. Diese Investitionen haben sich voll ausgezahlt, denn heute erzielt die Otto-Group rund 80 Prozent des gesamten Konzernumsatzes mit otto.de und weiteren Onlineshops mit spezialisierten Angeboten.

Otto heute – finden alle gut

Werner Otto 1981

Werner Otto 1981

Das Erfolgsrezept der Otto-Familie besteht vor allem im intensiven Kundendialog. So gelingt es, Wünsche und Bedürfnisse frühzeitig zu erkennen und in Erfolg versprechende Geschäftsmodelle umzusetzen. Dies führt 2013/14 zu einem Gesamtumsatz von zwölf Milliarden Euro, den über 54.000 Mitarbeiter unter Führung des Vorstandsvorsitzenden Hans-Otto Schrader erwirtschaften. Der Konzern besteht mittlerweile aus 123 Konzerngesellschaften in mehr als 20 Ländern. Die Marke Otto genießt eine sehr positive Wahrnehmung in der Öffentlichkeit. Dies ist auch dem sympathischen Auftreten der Gründerfamilie und deren gesellschaftlichen Engagement über die Werner Otto Stiftung zu verdanken.

Bilder: Otto.de