SAB Bröckskes – weltweit begehrte Kabel und Leitungen vom Niederrhein

Porträt des Familienunternehmens SAB Bröckskes.

SAB Bröckskes aus Viersen fertigt Kabel, Leitungen und Steuerungssysteme.

Vor über sechzig Jahren gründete Peter Bröckskes sen. ein Unternehmen für Elektroapparatebau. Aus dem Ein-Mann-Betrieb entstand ein Unternehmen, das heute 500 Mitarbeiter beschäftigt und seine Produkte in die ganze Welt liefert.








Aus einem Lieferengpass entsteht ein wichtiges Geschäftsfeld

In der Nachkriegszeit beantragte Peter Bröckskes sen. die Genehmigung für die „Errichtung eines Betriebes für Elektroapparatebau“. Nach Zahlung einer Verwaltungsgebühr von 100 Reichsmark und einigen Monaten Wartezeit erhielt er im November 1947 die vorläufige Produktionserlaubnis des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministers – das Unternehmen Elektro-Signal- und Apparatebau Peter Bröckskes, später kurz SAB Bröckskes, war geboren. Der Standort war – und ist es bis heute – Viersen.
Das erste Produkt war eine Alarmanlage, später kamen Signalanlagen für Maschinen dazu, die Ausfälle und Überlastungen anzeigen sollten. Nachdem die Währungsreform 1948 das Wachstum der Firma zunächst dämpfte, entdeckte Bröckskes kurz darauf eine Marktlücke: In der Ziegelfertigung fehlten Temperatur-Messanlagen – ob die Öfen die richtige Hitze entwickelt hatten, konnten die Arbeiter nur erahnen. 1952 erhielt die Firma den ersten Auftrag für eine entsprechende Anlage. Die Nachfrage war so groß, dass Bröckskes Probleme hatte, eine ausreichende Kabelmenge von seinen Zulieferern zu bekommen. Er beschloss, Kabel und Leitungen selbst zu fertigen. Dieses Geschäftsfeld gewann in den kommenden Jahren mehr und mehr an Bedeutung.

Umsatz und Mitarbeiterzahl wachsen

1960 betrug der Umsatz erstmals mehr als eine Million Mark – Tendenz steigend. Zum Produktangebot gehörten mittlerweile Ausgleichsleitungen, Messleitungen, wärmebeständige Leitungen, Leitungen mit Asbest- oder Silikonisolierung sowie öl- und benzinresistente Steuerleitungen. Die Betriebsfläche wurde 1966 durch eine zweite Halle verdoppelt und bis 1967 50 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. 1972 beschäftigte Bröckskes über 100 Mitarbeiter. Um die Auftragsflut bewältigen zu können, entstand 1979 auf einem Nachbargrundstück das Werk II. Die Leitungsproduktion machte inzwischen 80 Prozent des Umsatzes aus, 30 Prozent der Produktion wurde ins Ausland geliefert.
1980 trat Peter Bröckskes jun. in das Unternehmen ein. Als sein Vater 1989 starb, übernahm er die Geschäftsführung von SAB Bröckskes. Die Belegschaft umfasste zu diesem Zeitpunkt fast 250 Mitarbeiter.

SAB Bröckskes wird zunehmend im Handel aktiv

Neben der Produktion wird SAB Bröckskes immer mehr im Bereich Handel aktiv. Es entstehen Beteiligungen an Handelsunternehmen in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, England, Malaysia und der Schweiz. 50 Mitarbeiter vertreiben über diese Kanäle fast ausschließlich SAB- Produkte. Die Gründung von Niederlassungen im Ausland ist der konsequente nächste Schritt. 1995 wird ein Standort in den Niederlanden gegründet, 1996 und 1998 folgen zwei weitere in Frankreich. 1999 eröffnet SAB Bröckskes in den USA die erste Übersee-Niederlassung. Im neuen Jahrtausend kommen Niederlassungen in China und Mexiko dazu. Vertretungen für den Vertrieb gibt es in Indien, Russland, Brasilien und der Türkei.

Trotz Wachstum und Internationalisierung bleibt SAB Bröckskes ein Familienunternehmen. 2009 übernimmt die Tochter von Peter Bröckskes jun., Sabine Bröckskes-Wetten, die technische Leitung in dem Betrieb. 2011 wird sie Gesellschafterin.
SAB Bröckskes setzt auf eine ständige Neu- und Weiterentwicklung der Produkte. Das erfolgt durch intensive Forschung und Entwicklung sowie Tests und Prüfungen. Das Unternehmen verfügt über sämtliche vom VDE verlangte Testverfahren sowie über zahlreiche internationale Zertifizierungen. Dieser hohe Standard ermöglicht auch die Konstruktion von Sonderartikeln auf Kundenwunsch – rund 1500 jährlich.

Foto: Screenshot von www.sab-kabel.de